Gestern stand ja eigentlich Rollerfahrschule auf dem Programm, aber es gab in meinem Hud keinen mehr zum ausleihen. Nutze den Tag, dachte ich mir und bin mit leichtem Gepäck zum White Sand Beach. Bereits bei meinem ersten Besuch dort hatte ich eine Stelle ausgemacht, die halbwegs erträglich zu sein schien. Das Liege an Liege Gedränge war jedenfalls nicht für mich. „Die Stelle“ war eine kleine Gasse an deren Ende 3 Stufen ins Meer fürten bzw. bei Ebbe an den Strand. Dort hab ich mich meiner Kleidung entledigt und bin ins Wasser gehüpft. Das Wasser hat hier von den vielen Gästen und von der hohen frequentation an Bars, Restaurants und Ressorts eine etwas unangenehme, grüne Farbe. Es werden viele der Abwässer einfach ins Meer geleitet. Weder das Meer noch die Umgebung wollte mir richtig gefallen, also hab ich beschlossen mit dem Taxi zum nächsten Strand zu fahren. Der Fahrer war nett und hat mir lediglich 20 THB abgeknüpft. Über eine Art Steg wieß der Weg zum Strand. Unter dem Steg eine übel riechende Brühe, Müll und Bauschutt ließen mich schlimmes befürchten. Ich wurde jedoch mehr als angenehm überrascht. Vor mir erstreckte sich eine sehr schöne Bucht mit tollem Sand, tollem Wasser einer tollen Aussicht und das alles in fast Menschenleer.
Der Strandabschnitt an dem ich mich befand war öffentlich und deshalb nicht gesäubert. Damit könnte ich aber ganz gut leben. Das erste mal seit meiner Flucht von Koh Samui fand ich Entspannung. Das Wasser war ehrlich und alle Menschen die vorbei gingen oder sich in der Nähe aufhielten lächelten. Zu beiden Seiten des öffentlichen Strand konnte man Bungalow und Ressortanlagen erahnen. Nach 2 Stunden ca. entschloss ich mich die Gegend zu erkunden und hoffte darauf das ich eine schöne neuen Gelegenheit fand wo ich die nächsten Tage wohnen konnte. Als ich das erste recht teuer wirkende Ressort passiert hatte, kam ich auf eine nett wirkende Bar zu. Die Dame des Hauses, eine Schwedin wie ich meinte zu erkennen, war so relaxed und freundlich das ich mich sofort in die Gegend verliebt habe. Ich fand sogar einen schönen Bungalow der von der Ausstattung alles bot was ich mir wünschte, mit 1500 THB allerdings etwas mein Budget sprengte.
Grade hatte ich einen Plan gefasst und war dabei mich auf den Rückweg zu machen, da sprach mich eine Frau an die etwa im Alter meiner Mutter zu sein schien. Ob ich ihr eine nette Unterkunft empfehlen könnte? Ich schwärmte ihr von dem schönen Bungalow vor den ich grade entdeckt hatte, aber sie wollte nicht mehr als 600 THB ausgeben. Kurzerhand beschlossen wir gemeinsam nach Unterkünften Ausschau zu halten. Unser gemeinsamer Weg führte uns zum nächsten Abschnitt des Klong Prao Beach vorbei an den KP Huts, dem Blue Lagoon und den LIN Bungalows die alle eher im Stil Dschungel Hütte gestaltet waren. Hippireske Gärten mit verwunschenen Wegen und Stegen die über die angrenzenden Mangroven führten. Leider war alles ausgebucht oder entsprach nicht den Vorstellungen. Sicher war für mich das diese Gegend sicher eine der schönsten auf Koh Chang ist. Zum Sonnenuntergang befand sich das Meer im Ebbe Zyklus und der Strand wurde so viele Meter breit. Die Sonne schien direkt zwischen zwei vorgeagerten Inseln unter gehen zu wollen und der Anblick war einfach nur Malerisch. Ich war ja mit leichtem Gepäck unterwegs und deshalb gibt es leider keine Fotos.
Der nächste Morgen gestaltete sich zunächst etwas hecktisch, da keine der Unterkünfte die ich angestrebt hatte frei sein wollte und ich nun so mal wieder das Internet befragen musste dazu. Alle meine bisherigen Erfahrungen haben gezeigt das es viel viel besser ist die Unterkunft zunächst anzusehen bevor man Bucht. Dazu rate ich jedem. Im Zeifel findet man irgendwas aber gibt kein unnötiges Geld für völlig überteuerte Ressorts aus. Ich bin ins Taxi gestiegen und habe mich nach Bang Bao zum Kong Kloi Beach fahren lassen. Der Zufall wollte es das ich der Dame vom Vortag über den Weg lief und mir auch noch ein ganzes Haus für einen bezahlbaren Preis angeboten wurde. Kurzerhand habe ich das Angebot für ein paar Tage angenommen. Das ganze Dorf wirkt wie einekleine Hippie Gemeinde und ich bin gespannt wie die nächsten Tage hier so werden. Jetzt gibt’s erstmal Barbecue und ein paar Fotos







