Den Weihnachtsabend habe ich ganz ruhig verbracht, bin sehr früh schlafen gegangen und habe mich auf den Perspektivwechsel am nächsten Tag gefreut. Highlight war der Chat mit zu Hause, der doch auch ein kleines wehmütiges Gefühl in mir entfacht hat. Belohnt wurde mein frühes zu Bett gehen am nächsten morgen um 7. Ich war grade aufgewacht, wollte mich ein paar Minuten ans Meer setzen, da finde ich am Strand den Weihnachtsmann vor, der grade ein paar Selfies von sich macht. Er stapfte an mir vorbei in Richtung Restaurant, wo eine zum Weihnachtsbaum umfunktionierte Palme stand unter der ein Haufen Geschenke lagen. Insbesondere die Weihnachtsbaumspitze und das der Weihnachtsmann barfuß unterwegs war, haben dieses Weihnachten irgendwie doch unvergesslich gemacht.
Es schmerzt ja meistens wenn der Abschied da ist. Die Haad Gruad Beach Bungalows sind aus meiner Sicht ein kleiner Geheim Tipp. Der kleine Strand ist privat und man hat total seine Ruhe dort. Das Essen was täglich frisch von der Familie gekocht wird ist großartig und die vorgelagerten Riffe am Stand laden zum Schnorchel ein. Der Regenwaldcharakter lässt einen erahnen wie Koh Phangan ohne Tourismus mal ausgesehen haben muss. Die Herzlichkeit und Offenheit der Familie war bemerkenswert und man fühlte sich sofort als Teil der Familie. Luxus hat man hier nicht zu erwarten, dafür aber essential live.
Womit ich nicht gut klar gekommen bin, war die hohe Luftfeuchtigkeit. In der Luft hat sie mich wenig gestört, aber das diese auch durchdringend in allen Klamotten, Matratzen und Decken vorhanden war hat mir, so als Prinzessin, ganz schön was abgefordert. Definitiv managable, aber die Aussicht dem zu entkommen hat mich doch auch gefreut. Gegen 15 Uhr hat Kadjahn (Vater der Familie) uns ( mich und den Rest der Gäste) in seinem PickUp mit genommen. Wie es sich in Thailand gehört, fährt man im PickUp hinten auf der Ladefläche mit. Ich musste zum Pier und der Rest der Gruppe wollte einen Wasserfall besuchen. Keine Ahnung ob es am Fahrtwind lag, aber mir war die Fahrt schon fast ein wenig zu rasant. Insbesondere das wohl der 4 kleinen Mädchen die sich die Fläche im Beisein Ihrer Eltern mit mir geteilt haben hat mir sorgen bereitet. Zack, mein mütterliches Herz. Am Pier angekommen, musste dann alles recht fix gehen, weil ich schon spät dran war. Zu beobachten gab es ein Schauspiel wie Eis auf ein Schifferboot geladen wurde. Ähnlich wie das fahren mit dem PickUp, machte mir diese Szene klar, dass hier einfach andere Bestimmungen gelten als bei uns. Die Fähre hatte ein Fahrzeit von ca. 20 min. und während der Fahr setzte die Dämmerung langsam ein. Als ich mein neues Domizil erreicht hatte war es schon dunkel, so dass ich nicht direkt Fotos machen konnte. Hauptsache Essen 🙂























