Nach Samos und Lipsi sind wir nun auf Leros angekommen. Da Lipsi und Leros sehr nah beieinander liegen, haben wir die Fahrt unter Motor vorgenommen. Unser erstes Ziel war der Hafen beim Flughafen auf Leros. Dort sollten wir mit Richard, einem Segelfreund von Kapitän Carsten treffen, dessen Boot dort zu Wasser gelassen wurde. Punktlandung trifft es ziemlich gut, denn gerade als wir den Hafen erreicht haben, war Richard dabei die Segel zu testen und bereitete sich aufs ausfahren vor. Es war also nur ein kurzer Stopp und dann sind wir mit beiden Booten in Richtung Hafen Lakki los. Das erste mal unter Segeln stellte sich gleich ein ganz anderes Gefühl an Bord ein. Der Klang der Wellen, die Bewegung des Bootes wirken sofort beruhigend. Da die Genua immer noch nicht richtig läuft hatten wir in Punkto Geschwindigkeit aber gegen Richards Boot keine Chance. Diesem Umstand soll aber in Leros der Gar aus gemacht werden und ich bin gespannt wie sich das Segelverhalten der Great Escape dann verändern wird. Nach ca. 1,5 Stunden sind wir dann in den Hafen von Lakki eingekehrt. Lakki eine Stadt mit ca. 1500 Einwohnern ist mit einem beeindruckendem natürlichen Hafen und einer beeindruckenden Historie gesegnet. Von 1912 – 1923 von Italienischen Truppen besetzt gab es nach der Kapitulation Italiens im zweiten Weltkrieg 1943 eine britische Übergangsregierung und wurde dann in einer blutigen Schlacht vom 12. – 16. November von deutschen Truppen zurück erobert. Dies spiegelt sich in der Architektur der Stadt wieder die in der Hafengegend viele Gebäude im Art Deco Stil aufweist. Weiterhin Bemerkenswert ist das in Lakki die größte psychiatrische Klinik Griechenlands zu finden ist. Zeitweise waren hier bis zu 2.700 Menschen untergebracht. Bei der Einfahrt in den Hafen konnte ich das alte Gebäude der Klinik sehen, dass in direkter Gesellschaft einer Villa die ehemals Mussolini gehörte steht. Nach dem Besuch der Duschen in der Werft, die ganz eindeutig die besten Duschen waren die ich bisher auf dieser Reise gesehen habe, haben wir uns mit Richard und einigen Freunden in einem Restaurant am Hafen getroffen. Wie es der Zufall so wollte war Daniel, einer der Gruppe die Richard begleitet hat, Musiker und schon durften wir einer Darbietung seiner Künste lauschen. Er spielt Banjo und singt. Nach zwei Songs gesellte sich noch ein Mundharmonika Spieler der Zufällig dort war dazu und ich fühlte mich wie im tiefsten New Orleans 🙂 Visit: http://www.oldsalt.us/









